Abenteuer Neuseeland 2009

Ein Reisebericht von Daniel Gerber

 

Reisebericht NeuseelandAbsage New Zealand Goldrush 2009
Unterwegs im SchlauchbootNeuer Lichtblick
Am ClaimBesuch aus der Schweiz
Am Claim
Arbeit auf dem Claim am Moke Creek beginnt
Am Claim
Traum-Spalte
Am Claim2. Arbeitstag an der Traumspalte
Am ClaimGrössere Zwischenfälle
Am ClaimSchwarzer Freitag der 13. wird golden
Am ClaimAusbeute des goldenen Freitags
Am ClaimGrosse Hoffnungen
Am ClaimRetter in der Not 
Am ClaimMit dem Detektor unterwegs 
Am ClaimNew Zealand Goldrush 2009 kommt doch noch zustande 
Am ClaimZurück am Claim 




 

 

 


 


 

 

 

 

 

 

 

 

Absage New Zealand Goldrush 2009

Wenn man in einem Nischen Markt tätig ist, dann freut man sich normalerweise über jede einzelne Buchung die zustande kommt. Ende 2008 harzte es aber, obschon ein gewisses Interesse für den New Zealand Goldrush 2009 vorhanden war. Meine Kunden der letzten beiden Sommer konnten sich aus diversen privaten Gründen nicht so recht entscheiden, nochmals nach Neuseeland zu kommen. Die mehr oder weniger definitive Buchung aus der Schweiz war deshalb nur ein kleiner Lichtblick. Natürlich hätte der Kunde gerne eine Zusage bekommen, ob die Tour nun definitiv stattfinden wird oder nicht. Die zurzeit prekäre Weltwirtschaftslage versprach zudem nicht gerade, dass ich mit weiteren Buchungen überrannt werden könnte, obschon eigentlich der gestiegene Goldpreis etwas in dieser Richtung hätte vermuten können. Kurz gesagt, ich musste mir grosse Gedanken machen ob sich die Durchführung der Tour mit nur einem Teilnehmer lohnen würde und wenn ja zu welchem Preis.

Nach der Bekanntgabe des Kleingruppenzuschlages, wenn man überhaupt von so etwas sprechen kann, zeigte sich der Kunde verständlicherweise enttäuscht. Trotzdem zerbrach ich mir den Kopf, wie wir einen Kompromiss schliessen könnten und er in den Genuss käme etwas Einmaliges am Ende der Welt zu erleben. Als dies nichts fruchtete musste ich schweren Herzens den Entschluss fassen das Ganze abzusagen.

Neuer Lichtblick

Natürlich überlegte ich mir sogleich, wie ich nun den Claim selber bearbeiten könnte. Mein Australischer Kollege, der mich bereits vor zwei Jahren  unterstützt hatte und mit dem ich damals beim dredgen nur ein sehr „miggeriges“ Resultat erzielen konnte, war sogleich Feuer und Flamme wieder nach Neuseeland zu kommen. Gleichzeitig „zwingte“ er mich dazu einige Monate später mit ihm in Westaustralien auf Goldsuche zu gehen. Dem konnte ich natürlich nur schlecht widerstehen.

 Weihnachten verbrachte ich einmal mehr mit Instandstellen des Hauses, sprich Putzen, Jäten, Rasenmähen und Auspacken der über den Winter eingemotteten Ware. Der Landrover und die Anhänger mussten zur Prüfung und in den Service. Kurz vor Silvester schaffte ich es schliesslich, die Familie zu einem Trip zum Claim zu überreden. Selbstverständlich mit dem Hintergedanken gleichzeitig das Camp aufzustellen und alles für die Ankunft meines Freundes Anfangs Februar, vorzubereiten. Das Wetter war toll, die Kinder und meine bessere Hälfte halfen tatkräftig mit das Hauszelt und das Tipi aufzustellen. Natürlich konnte ich es nicht verkneifen für wenige Stunden meine kleine Dredge in Betrieb zu nehmen, um herauszufinden ob die Stelle, an welcher wir im letzten Jahr aufhören mussten, nach wie vor ausgiebig sein würde. Rasch hatte ich ein Loch weggesaugt, ohne dabei irgendwelche positiven Anzeichen vorzufinden. Das Material war hart gepackt, normalerweise ein gutes Zeichen. Als es aber immer weiter in die Tiefe ging und ich ohne Kompressor und Druckluft nicht weiter kam, musste ich das Handtuch schmeissen. Das Auswaschen der Box brachte kein gutes Resultat und war nicht gerade viel versprechend, selbst wenn ich noch weit vom Bedrock entfernt war. Für im Februar musste ich mir deshalb etwas Anderes einfallen lassen.

 Besuch aus der Schweiz

Vorerst war aber Besuch aus der Schweiz angesagt. Mein langjähriger Freund Christoph, ein Weltenbummler und bekannte Grösse in der Schweizerischen Goldwäscherszene hatte angekündigt demnächst einzutreffen und einige Tage bei uns zu verbringen. Selbstverständlich wollten wir dabei die Gelegenheit nutzen einen gemeinsamen Ausflug zu unternehmen. Durch den Umstand, dass unser 7jähriger Sohn mitkommen „musste“, entschieden wir uns für einen leichtzugänglichen Bach. Dies hatte natürlich den Nachteil, dass wir dort nicht die Ersten sein würden, die nach Nuggets Ausschau hielten. Der Moonlight Creek, ganz in der Nähe meines Claims schien dafür angebracht. Wir konnten beim Dead Horse Creek, in welchem Guschti Brändli Mitte der Neunziger Jahre eine ansehnliche Ausbeute gemacht hatte, in den Bach einsteigen und weiter Flussaufwärts die Schlucht des Moonlight Creeks wieder verlassen. Nicht viel weiter oben hatte Mani Wiedmer, ein Freund von mir in der Gesellschaft von Guschti ein Traum-Nugget von 36 Gramm aus diesem Fluss geholt. Nach seiner Erzählung sah er das schöne Stück bereits auf der Schaufel glänzen bevor er das Material auf die Schleuse kippte. Mal schauen ob auch uns das Glück gut gesinnt war. 

   

Über eine Unze solides Gold aus dem Moonlight Creek

 Unser  Ziel lag an diesem Tag nur wenige Kilometer von unserem Haus entfernt. Leider konnten wir es aber nicht auf direktem Weg wie die Krähe anfliegen, sondern mussten mit dem Landrover zuerst Richtung Glenorchy fahren. Nach ..... Kilometer zweigt die Strasse Richtung Norden ab und führt uns in eine Sackgasse“ bis zum Moke Lake. Zum Glück habe ich heute den Schlüssel für den Zugang auf die Farm meines Freundes nicht zu Hause liegen lassen und so kann uns Christoph das „Tor zum Gold“ öffnen. Der Feldweg führt uns nun zuerst entlang des Moke Creek mit seinen bearbeiteten Terrassen aus vergangener Zeit. In der ehemaligen Goldgräbersiedlung Seffers Town welche wir passieren, scheint die Zeit still gestanden zu sein. Die mächtigen Pappeln rings um die Siedlung hätten sicherlich viel zu erzählen, wenn sie sprechen könnten. Zwei Moke Creek Durchquerungen und schon sind wir in dem durch die Goldgräber geprägten Moonlight Valley. Die Strasse führt direkt durch abgespritzte Hänge, welche vor Jahren noch tausende von Unzen Gold verborgen hielten. Mit starkem Gefälle führt uns der Weg durch einen solchen von Goldgräberhand verursachten Einschnitt zum Dead Horse Creek hinunter. An der Seite des Baches „parkieren“ wir das Auto. Nachdem alles Material in den Rucksäcken verstaut ist ziehen wir los. Schon nach kurzem mündet der kleine Bach in den Moonlight Creek. Bedrock hat es überall aber meistens entpuppen sich die Signale als Schrott. Kreuz und quer ziehen wir flussaufwärts. Bei jedem noch so kleinen Stück Bedrock schwinge ich den Suchteller sorgfältig darüber und strenge mich an die Signale zu interpretieren. Da der Fluss sehr viel schwarzen Sand in Form von Magnetiten und Hämatiten mit sich führt wird der monotone Ton des Geräts dauernd unterbrochen. Zudem wimmelt es hier von Zivilisations-Schrott in Form von Schrotkugeln und Altmetall von fast 150 Jahren Goldgräberarbeit. Dennoch dauert es nicht allzu lange bis wir eine Stelle gefunden haben wo neben dem Schwarzsand-Konzentrat auch noch Goldflitter und kleine Nuggets zum Vorschein kommen. Der Junior im Team schien heute das Glück für sich gepachtet zu haben und meistens kommen die Freudenschreie aus seiner Richtung wenn die Pfanne ausgewaschen ist. Erschöpft und zufrieden meistern wir den Weg zurück zu unserem Fahrzeug und treten die holprige Rückfahrt entlang des Moke Creeks, via meines Claims an.

Ohne grosse Funde aber mit strahlendem Gesicht verlässt uns Christoph wenige Tage später.

 

Arbeit auf dem Claim am Moke Creek beginnt

Nach einem kurzen Abstecher in den Norden treffe ich Anfangs Februar in Begleitung meines Kumpels und meines Vaters erneut in Queenstown ein. Vollbeladen fahren wir am Sonntag
8. Februar zu unserem Camp. Nachdem alles ausgeladen und verstaut ist geht es zum Fluss runter um zu besprechen wo wir unsere Arbeit beginnen wollen. Gemeinsam kommen wir zum Schluss es unterhalb der Flussüberquerung und ca. 50 Meter oberhalb der Stelle zu versuchen, wo wir im letzten Jahr grosse Felsplatten angebohrt, zerkleinert und weggeräumt hatten. Der grösste Fund damals , ein wunderschöner 10.6 Grämmer von direkt neben der „Strasse“.

 

 GOLDRUSH NEW ZEALAND 2008, Steine bohren und anschliessend zerkleinern. Im Hintergrund die unscheinbare Stelle wo wir im 2009 mit viel weniger Schweiss  ans Gold kommen werden

 

   

 Nach der grossen Steinbewegungs-Aktion im 2008 und ein Teil der Belohnung damals, ein wunderschöner 10.6 Grämmer

 Obschon dieser Bachabschnitt relativ gerade verläuft, konnten wir hier bisher recht gute Resultate erzielen. Mal sehen ob es diesen Sommer auch wieder etwas zu feiern gibt.

 Nachdem die Dredge abgeladen, zusammengebaut und einsatzbereit ist, knobeln wir aus wer als Erster ins Wasser steigen darf. Ich ziehe das kürzere Los und überlasse meinem Freund das Feld um das oberste Geröll wegzusaugen. Während dieser Zeit komme ich dazu die Dredge richtig zu verankern, die restliche Ausrüstung auszuladen und den Landrover herumzumanövrieren, so dass er Abends in die richtige Richtung schaut und den Reitern die zwei Mal im Tag vorbeikommen, den Weg nicht versperrt.

 

   

Mein Kollege saugt sich langsam in die Tiefe. Hand vor den Ansaugstutzen zur Kontrolle ob das Ding blockiert ist und kurz bevor wir den Schlauch wechseln

 

Traum-Spalte

 Während sich mein Kollege langsam in die Tiefe arbeitet versuche ich ihn mit dem wegräumen grösserer Steine zu unterstützen. Nach diversen Blockaden des grossen Ansaugschlauches stellen wir fest, dass dies hauptsächlich auf diverse undichte bzw. gerissene Stellen des Schlauches zurückzuführen ist und nicht auf die Ungeduld meines Freundes beim Ansaugen des Geschiebes, wie ich anfänglich vermutete. Gut habe ich bereits einen Ersatzschlauch dabei. Wir ersetzen ihn deshalb sogleich und schon läuft es viel besser. Ich halte es jetzt nicht länger aus von oben zuzusehen. Nach dem Umziehen ist das frei gesaugte Loch bereits gross genug, ohne dass wir uns gegenseitig in die Quere kommen. Unter Wasser sehe ich nun, der Bedrock oder auf gut Deutsch der nackte Felsen kann nicht mehr weit entfernt sein. Bisher ist jedoch meinem Kollegen noch nichts Aussergewöhnliches aufgefallen und demnach scheint er auch noch keine grossen Anzeichen von Gold gesehen zu haben. Während er sich bemüht einige grössere Steine Wegzuschieben ergreife ich den Ansaugstutzen um weiteres Material durchzulassen. Einmal habe ich das Gefühl etwas Goldiges runterkullern zu sehen, wegen der glatten Oberfläche, der Form und der Grösse stufe ich es aber als Insektenei bzw. Larve ein und sauge gemütlich weiter.

 Kaum überlasse ich die Nozzle wieder meinem Kollegen klopft er mir unter Wasser auf die Schulter und deutet mit seinem schon arg zerlöcherten Neopren-Handschuh auf etwas goldig Glänzendes auf dem frei gesaugten Bedrock.  Beim genauer hinschauen entpuppt sich das goldene Ding als 5.7 Gramm schweres Nugget welches mit der Seitenkante nach oben in einer kleinen Vertiefung steckt, wo der Verlauf eines dünnen Quarzbandes unterbrochen ist.

 

     

 Endlich am Tageslicht! Grund für einen kurzen Unterbruch

 Nach einem kurzen Foto Shooting sind wir nach rund zwei Stunden im Wasser auf guten Wegen und können es kaum erwarten mehr vom Bedrock frei zusaugen. In der Zwischenzeit ist zwar bereits 16 Uhr aber wir verspüren keine Lust aufzuhören. Da wir den Kompressor nicht montiert haben und der Bedrock weiter in die Tiefe geht, müssen wir Kräfte zehrend immer wieder die Luft anhalten um in die Tiefe zu tauchen. Morgen wollen wir dies ändern damit uns die Arbeit leichter fällt. Bis dann machen wir aber das Beste aus der Situation und in der Zwischenzeit haben wir festgestellt, dass wir anscheinend auf eine gute Stelle gestossen sind. Eine Art Spalte oder Absatz zieht sich quer durch den Bach und überall wo es im Felsen Vertiefungen hat liegen kleinere und grössere Nuggets. Zum Teil lassen sie sich gar nicht ansaugen, sondern müssen mit dem Geologenhammer aus ihrer „misslichen“ Lage befreit werden.

Es ist kurz vor 17 Uhr als uns der Schnauf endgültig ausgeht. Morgen ist ja auch noch ein Tag und das Gold läuft oder schwimmt uns hier nicht davon. Das Auswaschen des Konzentrates übernimmt mein Vater, während wir uns aus unseren Nassanzügen würgen. Wie wir erwartet haben, besteht unsere Ausbeute grösstenteils aus Nuggets, welche sich direkt in der Bachmitte abgelagert hatten. Für die kleinen Flitter muss die Hauptströmung zu stark gewesen sein und so wurden sie wahrscheinlich weiter unten in einem flacheren Teil des Baches deponiert. Beim abwägen unserer Ausbeute bleibt die Wage auf über 35 Gramm stehen. Nicht schlecht, wenn wir bedenken, dass uns dazu am ersten Nachmittag nur wenige Stunden zur Verfügung standen und wir ohne Druckluft gearbeitet haben. Zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass meine vermeintliche Insektenlarve, welche vor meinen Augen davon gekullert war, noch einen Zwillingsbruder hatte der ebenfalls in unserer Box liegen geblieben war.

Beim Abendessen kreiste unsere auf Deutsch und Englisch gehaltenen Gespräche um den morgigen Tag und was uns wohl weiter seitwärts in der Spalte erwarten würde.

  

 Die vermeintliche Insektenlarve mit ihrem Zwillingsbruder  Zwei zufriedene Rentner beim wohlverdienten Feierabend

 


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2. Arbeitstag an der Traumspalte 

Mit grosser Hoffnung begeben wir uns heute ans Werk. Natürlich möchte jeder von uns als erster ins Wasser steigen, doch wir wissen aus Erfahrung, dass wir es selbst im Sommer nicht den ganzen Tag an einem Stück aushalten. Mit den Kräften und dem Körper müssen wir deshalb haushälterisch umgehen. Da wir bisher ohne den Einsatz des Kompressors und der damit gelieferten Atemluft gearbeitet haben wird dies heute geändert, was unsere Kräfte schonen wird. Der Kompressor bereitet mir aber seit einiger Zeit ein bisschen Kopfzerbrechen, denn ich bin noch immer auf der Suche nach einer Lösung, um die relativ starken Vibrationen die beim Betrieb entstehen, reduzieren zu können. Die Montage des Dredge - Motors auf speziellen Vibrationsdämpfenden Gummipuffern, bescherten uns in der letzten Saison nicht das gewünschte Ergebnis.

 Kaum beginnen wir mit dem Absaugen des Geschiebes und schon kommen die ersten Nuggets zum Vorschein. In fast jeder noch so kleinen Vertiefung des Bedrocks stecken Goldflitter oder kleinere und grössere Nuggets.

 

Wie lange mögen wohl diese Stücke in dieser "misslichen" Lage gesteckt sein?

Je mehr Geschiebe weggesaugt ist, desto besser können wir den Verlauf des Bedrocks überblicken. Von der linken Seite rutscht uns immer wieder taubes Material in die Tiefe. Der Bedrock fällt hier in einem Winkel von ca. 15 Grad in die Tiefe. Wir müssen daher die Dredge erneut nach rückwärts, d.h. flussabwärts verschieben. Dies ermöglicht uns grossflächig Geschiebe abzusaugen, so dass die tiefe Spalte frei bleibt und die grossen auf dem Bachgrund verkeilten Steine gelockert werden können.  

Jedes Mal steigt die Spannung, wenn wir einen grossen Brocken, der direkt auf dem Bedrock liegt, verschieben können. Natürlich erhoffen wir uns jedes Mal die grosse Bonanza oder ein Unzenschweres Goldnugget. Unsere Hoffnungen werden aber heute nicht ganz erfüllt. Zufrieden können wir gleichwohl sein, denn das Eine oder Andere Stück wiegt doch mehrere Gramm.

 

Grössere Zwischenfälle

 Als wir uns gegen Nachmittag wiederum flussaufwärts und gegen die linke Seite vorwärts gearbeitet haben, nehmen die „Nester“ von mehreren Nuggets deutlich zu. Unsere Herzen schlagen dann jeweils höher und der Ansaugstutzen (Nozzle) wird jeweils sorgfältig eine gewisse Distanz angehoben, so dass nur die Steine angesaugt werden und das Gold liegen bleibt. Dies gibt uns vielfach Gelegenheit schöne Aufnahmen zu machen. Manchmal sind wir aber so nervös, dass wir im Eifer die Nuggets gleich von Hand ergreifen und wie ein Korken aus dem Wasser schiessen, um unsere Freude den Andern kundzutun. Damit im Schlauch keine Verstopfung entsteht, lassen wir die Nozzle jeweils einen grossen Stein ansaugen, der nicht durch die Öffnung passt. Der Schlauch wird uns so mit der manchmal starken Strömung nicht weggerissen, und die Arbeit kann nach der Ablieferung der Beute an das Landteam sofort wieder in Angriff genommen werden.

 

Eine Nugget Ansammlung die das Herz höher schlagen lässt.

Dummerweise reisst uns der Keilriemen des Kompressor Antriebs mehrere Male und gegen 16 Uhr, als ich neben der Dredge stehe und mein Kollege die Arbeit unter Wasser geniesst, schiesst plötzlich ein riesiger Wasserschwall hinter dem Motor hervor. Beim genauen Hinsehen wird mir sofort klar was passiert ist. Die Aluflansche welche die Verbindung des Jet Flares mit der Box herstellt, ist gebrochen. 

Ich stürze mich zum Motor um den Schalter auf AUS zu stellen. Als die Saugkraft an der Nozzle abruptartig stoppt taucht mein Kollege fragend auf um herauszufinden warum ich den Motor abgestellt habe. Jetzt wo es so richtig interessant wird! Nach einer kurzen Erklärung schauen wir uns den Schaden an und machen lange Gesichter. Dies wird einige Tage dauern bis wir weiter arbeiten können. Es bleibt uns nichts anderes übrig als zusammenzuräumen, die Box zu leeren und ins Auto zu verfrachten, das Konzentrat auszuwaschen und die Dredge aus dem Wasser zu tragen. Dass wir nach einer Übernachtung im Zelt bereits wieder die Rückreise in die Zivilisation antreten müssen, damit haben wir nicht gerechnet. Wenigstens können wir die Luftmatratze gegen ein weiches Bett tauschen.

 

Zu Hause wird uns auch klar warum das Verbindungsteil aus Aluminium gebrochen ist. Die Materialdicke war zu schwach um den dauernden Seitwärtsbewegungen des doch relativ schweren Schlauches und Jet Flares gewappnet zu sein. Nach Jahren der starken Beanspruchung war die Schweissnaht dem Ganzen nicht gewachsen. Wir machen uns am nächsten Tag gleich auf den Weg, um bei diversen Ingenieur-Betrieben Offerten einzuholen. Das Glück scheint heute auf unserer Seite zu stehen. Nach dem besten Angebot, welches  wir dankend annehmen, stellt der Betriebsleiter fest, dass das rostfreie Stahlblech in 1.5mm Dicke, welches er verwenden wollte, nicht  mehr am Lager ist. Ohne grosse Diskussion weicht er auf 2 mm Dicke aus, was uns nur recht sein kann. Ein zweites Mal wird uns dieses Missgeschick nicht mehr passieren. Da die Arbeit nicht sofort ausgeführt werden kann müssen wir uns aber einige Tage gedulden bis wir an dieser traumhaften Stelle weiter dredgen können.

 

Schwarzer Freitag der 13. wird golden 

Am Freitag den 13. Februar, ob dies wohl ein gutes Omen ist, können wir das neue Teil in Empfang nehmen. Der Fabrikant hat mit uns kein gutes Geschäft gemacht. Beim Ausbohren bzw. Aussägen des runden Lochs ging ihm nämlich noch ein teures Werkzeugteil in die Brüche.

 Neu gerüstet und verpflegt nehmen wir die holprige Fahrt zum Claim einmal mehr unter die Räder. Es ist schon gegen Mittag als wir eingerichtet sind und mit absaugen beginnen können. Das Wasser hat dank der Sonneneinstrahlung eine angenehme Temperatur. Ich gehe mit Begeisterung ans Werk. Zuerst wird die dünne Schicht auf dem Bedrock abgesaugt, welche sich in den letzten Tagen abgelagert hat. Blank geputzt kann ich so die gesamte Arbeitsfläche nochmals kontrollieren und sehen ob wir wirklich nichts haben liegen lassen. Die grosse Spalte ist bis weit über die Bachmitte leer und komplett ausgekratzt. Im Moment macht es keinen Sinn, dass wir uns weiter nach rechts, d.h. auf die linke Bachseite vorarbeiten. Die Goldfunde haben in diese Richtung nämlich sehr stark abgenommen. Wir konzentrieren uns also weiter in Richtung „Strasse“ vorzuarbeiten. Die Spalte geht hier, fast unmittelbar hinter einer flachliegenden und riesigen Schieferplatte, weiter in die Tiefe. Ich bin noch nicht sehr lange am Werk als mir John diesmal die Motorleistung drosselt. Als ich aufgetaucht bin schlägt er mir tüchtig auf die Schulter und zeigt mir mit strahlendem Gesicht ein Nugget in der Grösse und Dicke eines 1 Euro Stückes. Verwundert frage ich ihn wo er dies denn gefunden hätte. In der Schleuse meint er trocken. Das überrascht mich sehr, denn bisher bekamen wir die meisten der Goldstücke zu sehen, bevor sie von der Saugkraft der Dredge in die Box transportiert wurden. Wir beide schätzen das Gewicht auf ca. 10 Gramm.

 

Unser grösstes und schwerstes Stück an diesem Tag.

In den nächsten Stunden vergessen wir uns ums Essen zu kümmern, denn ein Nugget nach dem Andern können wir vom Bachgrund „pflücken“.

 

Anhand der abgeschliffenen Formen haben diese Stücke einen weiten Weg hinter sich.
Die Patina des links abgebildeten Nuggets deutet darauf hin, dass es lange am gleichen
Ort gelegen ist.

 

Plötzlich wird unsere Euphorie arg unterbrochen als uns der Kompressor nicht gerade um die Ohren fliegt aber komplett auseinander fällt. Blöd, jetzt wo wir ihn dringend benötigen, passiert uns auch noch dies. Wenn wir nicht eine solch stolze Ausbeute in der Tasche hätten, dann könnten wir direkt noch abergläubisch werden und den Vorfall dem Freitag den 13. in die Schuhe schieben.

 

Ohne Atemluft zum tauchen, versuchen wir den Rest des Tages so gut es geht zu nutzen. Während mein Vater am Ufer mit dem wegziehen von Steinen beschäftigt ist, taucht John und ich abwechselnd in die Tiefe um Steine auf ungefähr 2 Meter Tiefe, welche sich nicht einsaugen lassen, wegzuräumen. Die Gefahr von Blockaden im Ansaugschlauch ist jetzt besonders gross. Wir schaffen es nicht sehr lange unter Wasser zu bleiben, um genau zu beobachten was für Material angesaugt wird. Unsere Arme sind einfach zu kurz um die Nozzle in dieser Tiefe richtig bedienen zu können. Das Material anzusaugen scheint theoretisch eine einfache Angelegenheit zu sein. Wenn man aber nicht genau aufpasst, dann ist schnell ein Stein im Schlund des Rohres verschwunden der zum Unterbruch der Arbeit führen kann. Längliche Steine die sich verkanten sind meistens die Übeltäter oder dann ist es die Ungeduld, welche viele Anfänger dazu verführt mehr Material anzusaugen als das System verkraften kann. Zeitraubend wird dann jeweils versucht die Verkeilung zu lösen. Wenn der Schlauch komplett verstopft ist muss er von der Jet Flare entfernt und geleert werden. Das runtertauchen im Bach auf 2 Meter Tiefe hat noch eine andere Tücke. Der dicke Neopren Anzug hat einen unwahrscheinlichen Auftrieb und wenn man nicht gerade einen Gurt mit 20 Kilo Blei montiert hat, dann kommt man wie ein Kork aus dem Wasser geschossen. Die Strömung gegen welche man ankämpfen muss macht dem Goldsucher die Arbeit auch nicht leichter. Weil wir jetzt aber das Handtuch noch nicht schmeissen wollen wendet mein Kollege eine recht unkonventionelle Methode an, damit ich in der Nähe des Ansaugrohres bleiben und mit einem Atemzug möglichst viele Steine wegräumen kann. Wenn ich unten am Boden bin, dann stellt er mir seinen Fuss aufs Kreuz und drückt mich regelrecht auf den Bedrock. Wenn mir der Schnauf ausgeht gebe ich ihm mit der Hand ein Zeichen und er befreit mich damit aus der „misslichen“ Lage. Wie eine Tauchente schnelle ich nach oben und schnappe nach Luft.

 

Diese Arbeit ist so anstrengend, dass wenn ich 50 Kilo Übergewicht hätte, diese nach wenigen Tagen wegtrainiert wären und ich den Titel des „biggest loosers“ zugesprochen bekäme. Komplett erschöpft brechen wir unsere Übung schlussendlich doch noch vorzeitig ab. Mit Druckluft könnten wir ohne weiteres noch zwei Stunden weiterarbeiten. Wir realisieren aber dass Morgen auch noch ein Tag ist. Erneut kommen wir heute nicht dazu im Zelt zu übernachten. Wir wollen nach Hause und schauen ob wir das Ding eventuell reparieren können. Gleichzeitig interessiert es uns sehr herauszufinden wie schwer unsere Ausbeute dieses „schwarzen“ Freitags gewesen ist. Beim Abwägen des grössten Stücks bleibt die Waage bei 17.9 Gramm stehen. Wir beide sind sprachlos. Die zwei nächst grösseren Stücke wiegen beide je 12.4 Gramm.


Ausbeute des goldenen Freitags

Den Kummer über den defekten Kompressor vergessen wir beim Abwägen unserer Tagesausbeute. In unserem letzten Bericht haben wir Ihnen bereits verraten, dass die drei grössten Stücke zusammen  über 42 Gramm auf die Waage brachten. Natürlich waren wir alle sehr gespannt auf das Gesamtergebnis vom Freitag des dreizehnten. Meine mechanische Waage kann aufs Mal nur etwas über 500 Grains anzeigen. Dies sind umgerechnet ca. 33 Gramm. Als selbst der zweite Durchgang nicht genügte um ein Endergebnis zu liefern, schauten wir uns gespannt an und die Blicke richteten sich beim 3. Teil gespannt auf die Waage und jeder wunderte sich wo sie sich wohl diesmal einpendeln würde. Durch die bedingte Umrechnung von Grains auf Gramm wurde die Sache für die Zuschauer noch viel spannender. Zusammen mit dem restlichen feinen Gold, welches wir erst zu Hause ausgewaschen hatten zeigte der Taschenrechner schlussendlich 92.5 Gramm an. Damit hatten wir die 3 Unzen Grenze nur um knapp 0.8 Gramm verpasst! Ohne Ausfall des Kompressors hätten wir dies heute mit Leichtigkeit geschafft.  

 Eine Schale voll Gold 

 

Grosse Hoffnungen 

Mit einer grossen Genugtuung legten wir uns an diesem Abend aufs Ohr. Innert drei Tagen hatten wir dem Bach bereits das Gewicht von 1 ½ Tafeln Schweizer Schokolade entrissen. Dies steigerte unsere Hoffnungen und gemeinsam rätselten wir darüber was uns wohl am nächsten Tag erwartete. Ob die Nuggets gegen das Ufer hin wohl grösser und zahlreicher würden?

Frisch ausgeruht begutachteten wir am nächsten Morgen nach dem Frühstück die Bescherung des komplett defekten Kompressors. Nachdem wir ihn komplett auseinander genommen hatten wurde  uns klar, dass wir ihn nicht gleich reparieren konnten. Ein Anruf bei einem befreundeten Goldsucher Kumpel liess unsere Stimmung jedoch gleich wieder steigen. Wir konnten seinen brandneuen Kompressor ausleihen. Glücklicherweise war es das gleiche Modell von welchem ich nun drei Defekte besass. Wir konnten ihn sogleich abholen und als ich ihn zu Gesicht bekam wurde mir auch gleich klar warum meine in die Brüche gingen. Aus irgend einem Grunde hatte mein anderer Kumpel von dem ich die Dredge hatte, ein zu kleines Schwungrad montiert und dadurch lief er viel schneller als normal, was wiederum die starken Vibrationen erzeugte. 

 

Retter in der Not 

Mit Dank nahmen wir das Angebot meines Kollegen an und die zwanzig Kilometer Distanz um den Kompressor abzuholen nahmen wir gerne in Kauf. Natürlich konnten wir nicht einfach hinfahren und das Ding abholen, sondern mussten ihm ausführlich über unsere Arbeit der letzten Tage berichten. Schliesslich war er es welcher mir vor Jahren das Abstecken des Claims an diesem Bachstück empfohlen hatte. Im Verlaufe des Vormittags waren wir wieder zurück in meiner Garage um den nigelnagelneuen Kompressor auf die Führungsschienen meines Defekten umzubauen und das grössere Schwungrad zu montieren. Jetzt stand uns einzig die Fahrt zurück zum Claim und die Montage des Kompressors auf der Dredge bevor.

Die staubige Schotterpiste und die anschliessenden Bachdurchquerungen schaffte der Landrover auch an diesem Tag ohne Probleme. Glücklicherweise lag unsere „Arbeitsstelle“ immer noch direkt an der „Strasse“ so dass wir gleich loslegen konnten. Je näher wir uns aber Richtung des Fahrweges bzw. des Bachrandes vorarbeiteten, desto mehr Material mussten wir wegsaugen bis wir die Spalte weiter freigelegt hatten. Eine Arbeit die viel Zeit in Anspruch nahm und uns nur langsam vorankommen liess. Zudem mussten wir einige grössere Steine mit der Winde aus dem Weg räumen, damit sie uns nicht ins Loch oder dem Taucher auf die „Birne“ fallen würden. Leider schien sich unsere Arbeit heute aber nicht  gross auszuzahlen, denn je weiter wir kamen, desto mehr liessen die Goldfunde nach. Gleichwohl, am Abend konnten wir erneut eine stolze Ausbeute von über 44 Gramm, diesmal am Lagerfeuer, begiessen. 

Für den nächsten Tag, einen Sonn- aber für uns keinen Ruhetag, nahmen wir uns vor nicht weiter in diese Richtung zu dredgen. Schliesslich brauchte ich den Fahrweg noch und die Ausbeute rechtfertigte unsere harte Arbeit bei weitem nicht. Unser Plan war es deshalb, uns Flussaufwärts zu bewegen. Dort lag eine grosse Felsplatte unter der wir uns einiges versprachen. 

 Blick auf die ausgebeutete Stelle und die grosse Felsplatte

Obwohl der Bachgrund sehr verlockend aussah und mehrere Löcher und Spalten aufwies, konnten wir auf dieser Flussseite aber keine nennenswerten Funde mehr machen. Die Ausbeute hielt sich deshalb mit etwas über 12 Gramm auch sehr im Rahmen. Für die nächsten Tage hatten wir deshalb im Sinn eine „Ruhepause“ einzuschalten und wieder einmal den Detektor in Betrieb zu nehmen.  

 

Mit dem Detektor unterwegs 

Der erste Ausflug führte uns zurück in die Gottverlassene Gegend wo wir zwei Jahre zuvor fündig geworden sind. Diesmal sollte uns das Glück aber nicht so einfach in den Schoss fallen.  Erneut wurde uns aber vor Augen geführt was die Goldgräber vor über hundert Jahren in Kauf genommen haben mussten um an das gelbe Metall zu kommen. Strapatzen welche wir uns gar nicht vorstellen können. Mit dem Hotel auf 2 Rädern hatte es mein Vater direkt luxuriös. 
 

 Kein 5-Stern Hotel aber bequemer als im Zelt auf hartem Boden zu schlafen

 

Die Ruinen einer Goldgräber Hütte im baumlosen Niemandsland

 

Steine die viel Schweiss gekostet haben müssen
 

Meine einzigen Funde an diesem wolkenlosen Tag, an dem ich Kilometer um Kilometer dem kleinen Bach mit seinen seitlich aufgetürmten Steinhaufen folgte, waren zwei kleine Nugget die ich aus einer kleinen Spalte kratzen konnte. Dummerweise hatte ich die nötigen Werkzeuge, um im Wasser zu suchen, nicht mit dabei. Den Miniatur Wasserfall welcher sich direkt auf die Fundstelle stürzte, konnte ich mit einigen Steinen und „Grasmutten“ blockieren und fast zum erliegen bringen. Erst jetzt war ich in der Lage festzustellen wo das Gold in der Spalte festgekeilt war.
 

 

Fundstelle mit Damm

 

Kleine Tagesausbeute 
 

Am späteren Nachmittag musste ich einem weitern Signal infolge des fehlenden Werkzeugs leider unberüht den Rücken zukehren. Sollte ich aber in absehbarer Zeit nochmals mühsam dieses Tal erklimmen, dann werde ich bestimmt besser ausgerüstet sein.  
 

Zurück in Queenstown mussten wir uns leider längst fälligen Renovationsarbeiten am Haus zuwenden, bevor wir uns wieder der Goldsuche zuwenden konnten. Auch diesmal lockten alt bekannte Jagdgründe, die uns vor zwei Jahren wohlgesinnt waren. Das Camp hatten wir wie die Jahre zuvor sehr schnell aufgeschlagen. Ein Zelt hatten wir in dieser normalerweise sehr trockenen Gegend nicht nötig und die andernorts sehr lästigen Sandfliegen fehlten hier gänzlich. Sehr zur Beruhigung meines australischen Freundes, der mit den Viechern nach wie vor auf Kriegsfuss stand.  
 

 

Moderneres Goldgräber Camp 
 

Nach der Ankunft auf unserem kleinen Goldfeld und dem Vorsprechen beim ansässigen Farmer wurde unsere Stimmung leider etwas gedämpft. Dummerweise hatte er fast das ganze Suchgebiet umgepflügt und mit Luzerne angepflanzt. Anstatt eines spärlich bewachsenen Feldes herrschte nun üppig wachsendes Gras und in die Höhe geschossenes Unkraut vor. Für die wild wachsenden Thymian Büsche hatten wir uns mit einer Motorsense bewaffnet, doch dem vom Farmer gesäten Gewächs durften wir nicht zu Leibe rücken. Dies schränkte unsere Möglichkeiten natürlich unwahrscheinlich ein und liess auch unsere Euphorie entsprechend schwinden. Zwar hatte ich mit dem abmähen der Thymian Büsche genügend Arbeit, aber das Gebiet wo wir die grossen Nuggets erwarteten war für uns ausser Reichweite.
 

Nach der ersten Runde des Abmähens wurde uns auch klar, dass sich die Nuggets nicht unbedingt immer dort vorfinden liessen wo wir sie vermuteten. Zum Glück fand John mit seinem neu erstandenen GPX4500 Detektor schon nach kurzer Zeit ein zwar relativ kleines aber neues „Patch“. Erstaunlich viele kleine Nuggets kamen dort zum Vorschein und hielten ihn mit ausgraben auf Trab, während ich der nächsten Fläche Thymian Sträuchern zu Laibe rückte. Diesmal lohnte sich die Arbeit sogar und neun Nuggets fanden den Weg in unsere Taschen. Ohne die „Abholzerei“ müssten sie noch heute auf Ihre „Rettung“ warten.  
 

 

Ein Nugget welches sich unter Thymian Büschen versteckte 
 

Drei Tage harte Arbeit wurden auf dieser Baustelle mit 36 Gramm Gold und Quarz belohnt. Dass unsere Suche ohne des Grünbewuchses noch viel grösser ausgefallen wäre bestätigt sich ein Jahr darauf. 
 

 

Zwei strahlende Goldgräber  

Gold in Quarz 

 

Gold in Quarz nach gründlicher Reinigung
 

New Zealand Goldrush 2009 kommt doch noch zustande 
 

Zu meiner Überraschung erhielt ich nach der Rückkehr nach Queenstown einen Anruf aus Deutschland. Ein vom Goldfieber Befallener fragte mich an ob ich noch eine Tour in diesem Sommer durchführen würde. Nachdem ich von meiner besseren Hälfte für weitere drei Wochen Abwesenheit grünes Licht erhielt, konnte ich dem vom Virus Befallenen eine grosse Freude machen. Ein kurzes Rundschreiben an Gleichgesinnte brachte dann sogar noch eine zusätzliche Buchung aus der Schweiz ein. Somit hatte ich in Kürze nochmals die Gelegenheit mit dredgen weiterzufahren. 
 

Zurück am Claim 
 

Bis zur Abreise meines Kollegen verblieben uns nur noch zwei Tage dredgen am Moke Creek.

Da wie schon erwähnt die Ausbeute auf der Seite zur „Strasse“ hin immer spärlicher ausfiel, konzentrierten wir uns nun auf die Flussmitte. Erfreulicherweise nahmen dort die Funde erneut zu und komischerweise war diesmal das ganze Geschiebe mit Gold vermischt und befand sich nicht wie sonst üblich nur auf dem Bedrock. Wie heisst es doch so schön, das Gold ist dort wo man es findet.... 
 

 

Unser nächstes Ziel, die Flussmitte 
 

Mit einer Ausbeute von 23 Gramm in den letzen beiden Tagen brachten wir es auf stolze 239 Gramm beim Dredgen und 39 Gramm bei der Landsuche. Selbst für mich sind diese Werte innerhalb so kurzer Zeit Rekord verdächtig und dürfen sich unter Berücksichtigung unserer Arbeitsgeräte richtig sehen lassen. Tage wie diese sind sehr selten und wir können uns glücklich schätzen, dass wir so etwas erleben durften. Dass der Goldsegen noch nicht gänzlich erschöpft war zeigte sich wenig später bei der kurzfristig zu Stande gekommenen GOLDRUSH TOUR 2009. 
 

 

Gold aus grösstenteils einer Spalte

 


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